2018 haben wir uns in Porto verliebt ❤️. Die wunderschöne Stadt Portugals hat uns vier Tage lang sehr beeindruckt. Während unseres Urlaubs Ende März hat einfach alles gepasst: Eine kleine, familiengeführte B&B-Unterkunft, sonniges Wetter und wenig Touristen.
Da wir so sehr begeistert von Porto waren, haben wir unsere Top-Tipps für Unternehmungen, Übernachtung und Sightseeing mal zusammengefasst.
Unsere Highlights in Porto: Tipps für deinen Kurztrip
Casa Carolina – Familiär und romantisch übernachten in Porto
Süße kleine Boutique-Hotels und Bed&Breakfasts gibt es genug in Portugals Küstenstadt. Die Auswahl bei booking.com war also entsprechend groß. Wir haben mit Casa Carolina einen Volltreffer gelandet. Die Unterkunft liegt in einer kleineren Einkaufsstraße. Bei der Ankunft waren wir zunächst etwas irritiert, da sich die Klingel bzw. der Eingang neben einem leerstehenden verwaisten Geschäft befand. Doch die schönen Ambient-Fotos im Internet täuschten nicht. Die Zimmer waren stilvoll eingerichtet und verfügten über eine nachträglich eingebaute „Nasszelle“. Der Altbau-Charme war überall zu sehen und hat uns sehr gefallen.
Das Frühstück war großartig. Jeden Tag gab es Avocados, frisch gepressten O-Saft und eine Eierspeise nach Wahl. Dazu leckeren Kaffee und eine Inhaberin, die uns am ersten Morgen die Stadt und ihre persönlichen Tipps ausgiebig beschrieben hat.
StreetArt und Grafitti
Während in vielen Städten eine beschmierte Wand eher als Vandalismus gesehen wird, war Porto gepickt mit vielen kleinen Kunstwerken, die weit über einen mit schwarzer Farbe gemalten „Tag“ hinausgingen. Porto ist voll von kleinen Street-Installationen, Sticker-Kunst und gemalten Werken an Wänden, Stromkästen und Fassaden. Besonders oft im Stadtbild vertreten sind Bilder bzw. Figuren von Costah.
Mercado do Bolhao
Zugegeben, ein Markt ist nicht unbedingt ein besonders origineller Reisetipp. Wir fanden es in dem etwas verwahrlosten Gebäude aber sehr interessant und sind gerne durch die Gänge geschlendert.
Mit der Bimmelbahn nach Alegre und den Atlantik sehen
Wie auch Lissabon, verfügt Porto über drei historische Straßenbahnlinien, die einen ungeheuren retrohaften Charme versprühen. Von der zentral gelegenen Haltestelle Infante (in der Nähe der Kirche von San Francisco) gelangt man hier auf der Linie 1 Richtung Haltestelle Passeio Alegre. Von dort aus kann man wunderbar zu Fuß in Richtung Atlantik schlendern und zusehen wie der Douro langsam zum Ozean wird. Die gesamte Tramlinie führt parallel zum Douro-Fluß und bietet schöne Aussichten.
Kulinarischer Genuss im Casa Machado in Afurada
Haben wir schon erzählt, dass wir in Porto zum ersten mal Uber als Verkehrsmittel genutzt haben und damit super zufrieden waren? Jedenfalls sind wir eines abends mit Uber von Portos City rüber nach Afurada gefahren und haben uns dort etwas umgesehen. Dort entdeckten wir das Restaurant Casa Machado. Relativ klein, mit Wänden aus Naturstein und einem angenehmen Ambiente. Wir bestellten Sirloin-Steak mit Schinken ummantelt und – kein Witz – es war das beste Steak, was wir bis dato gegessen haben.
Burger ohne Brötchen bei Bugo Art Burgers
Schon mal einen Burger ohne Brötchen gesehen? Wir bis zu unserem Kurztrip nach Porto auch nicht. Bei Bugo Art Burgers, etwas hinter dem Palacio de Cristal Park gelegen, gibt es unfassbar günstige, leckere Burger ohne die typischen Buns. Für knappe 8 EUR gab es im Mittagsmenü einen Burger, Baked Potatoes in Oliven-Öl und Rosmarin, einem kleinen Salat, einer Limo und einem Espresso.
Portwein probieren
Ja, es ist ein Muss – auch wenn es sich nach einer typischen Touri-Aktivität anhört. Den süßlichen Portwein, der schon eher an einen Likör rankommt, muss man probieren und er schmeckt vermutlich nirgends auf der Welt so schön und vollmundig wie in Porto. Wir haben an einer kurzen Führung mit anschließendem Verzehr bei AUGUSTO’s teilgenommen. Lecker, aber seid gewarnt: So ein bisschen Portwein am Nachmittag kann einen schon etwas strunkelig werden lassen.
Am Flughafen haben wir übrigens noch mal einige Portweine probiert, da wir für unsere Eltern etwas mitbringen wollten. Dort hat uns übrigens der Ferreira Quinta do Porto 10 Jahre Tawny am besten gefallen. Super lecker.
Sonnenuntergang: Das abendliche Porto bei einem Cerveja genießen
Am Miradouro das Virtudes lässt sich wunderbar zwischen Einheimischen und Studenten der allabendliche Sonnenuntergang genießen. Mit herrlichem Blick über den Douro und unweit einer kleinen Kneipe, die auf den Straßenverkauf ausgerichtet ist, kann man hier die letzten Sonnenstrahlen und das erste Bier des Tages genießen. Die Grünanlage dort ist nicht die schönste, aber es tut einfach gut mitten zwischen Einheimischen zu sitzen, der Gitarre von einem Unbekannten zu lauschen und zu zweit den Abend zu genießen.
Eis am Jardim das Oliveiras essen
Der Jardim das Oliveiras ist ein kleiner Park, der auf dem Dach einer Shopping-Passage angelegt wurde. Dort kann umgeben von Olivenbäumen urbanes Flair genießen. Ein Stück Natur mitten im Shopping-Trubel. Am besten holt Euch eine der besonderen Eis-Kreationen bei Amorino. Eiskugeln in der Waffel kann jeder. Dort bekommt ihr liebevoll arrangierte Eis-Blumen mit Macarons garniert.
Altstadt und Architektur
Wer schon mal durch die Stadt Portos gegangen ist, dem wird aufgefallen sein, dass viele Häuser mit Fliesen verziert sind. Dieser wetterfeste Fliesendekor nennt sich Azulejo und hat eine weit zurückreichende Geschichte. Viele historische Gebäude, aber auch einfache, ältere Bauten sind mit den Azulejos versehen. Besonders imposant und sehenswert ist beispielsweise der Bahnhof Sao Bento oder die Seitenfassade der Kirche Igreja do Carmo.